More than Honey – bitterer Honig
| von Britta Bäcker
Der Schweizer Filmemacher Markus Imhoof hat vor sechs Jahren mit seinem Dokumentarfilm „More than Honey“ für viel Aufmerksamkeit gesorgt.
In der 3sat-Mediathek ist der Film noch 3 Tage kostenfrei abrufbar: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=76803
Der Film fordert seine Zuschauer immens mit ausdrucksstarken Bildern und tiefen Einblicken in die Welt der Bienen und derer, die von ihnen leben.
Zwischendurch drängt sich dem geneigten Beobachter immer wieder die Frage auf, wie es eigentlich so weit kommen konnte? Wann wurde aus der im Wald lebenden Honigbiene der „optimierte“ Honigautomat mit einem Fass ohne Boden?
Auch die Einblicke in die Thematik der Bienenzucht, die uns Imhoof gewährt, zeigen nicht gerade paradiesische Verhältnisse. Und auch hier bleibt die Frage nach dem „Warum?“. Zudem wurde in mir die Erinnerung an Frankenstein wieder wach.
Seit der Jahrtausendwende erleben wir ein mysteriöses Bienensterben: Colony Collapse Disorder (CCD) sagen Fachleute dazu. Die Ursachen sind mit großer Sicherheit vielschichtig. Spätestens mit dem Film „More than Honey“ sollte jedem Zuschauer bewusst werden, dass der Mensch nicht ganz unschuldig an der Situation ist...
Wir können als Verbraucher jeden Tag entscheiden, welche „Maschinerie“ wir unterstützen. Aus meiner Sicht lohnt sich eine Recherche, wo der nächste Demeter-Imker bzw. wesensgemäße Imker in der heimatlichen Region zu finden ist.
Lasst uns Verantwortung übernehmen und eine Zukunft schaffen, die auch für die nächsten Generationen lebenswert ist.